Die Rüstung

Kote


 


Die Kote sind der empfindlichste Teil der Kendo-Rüstung, daher muß ihnen besondere Pflege zukommen. Sie bestehen aus den unterschiedlichsten Materialien. Die Kote-Gashira (die Handschuh selbst) sind in der Regel mit Hirschhaar oder Synthetikfasern ausgestopft. Die Tsutsu (die Gelenke) sind aus Baumwolle gefertigt, ebenso die Kote-Buton, die in unterschiedlichen Nahtabständen maschinell oder von Hand gefertigt werden. 

Vor der Tsutsu liegen ein oder zwei Kammern, Kera genannt, bei Kinder-Kote kann es auch sein, daß es keine Kera gibt. Die Kera geben der Füllung der Kote-Gashira zusätzlichen Halt, das erhöht die Polsterwirkung der KoteDie Tenouchi (Handinnenflächen) sind aus braunem oder weißen Hirschleder, können aber auch aus Kunstleder gefertigt sein. Applikationen auf Kote-Gashira oder Kote-Buton können ebenfalls aus Leder gefertigt sein. Auf jeden Fall sollten Kote, deren Füllung austritt oder die Risse oder Löcher in den Tenouchi aufweisen, umgehend repariert oder ausgetauscht werden.

Auch wenn die Kote-Buton durch intensives Kendo-Training zu weich geklopft sind, sollte man ggf. an einen Ersatz denken...

 

Pflege Nach dem Training solltest Du die Handinnenflächen der Kote (Tenouchi) dehnen, und anschließend die Kote an einem gut belüfteten, schattigen Platz trocknen lassen. Besonders in den heißen Sommermonaten oder Zeiten hoher Luftfeuchtigkeit sollten die Kote gut trocknen können, aber auf keinen Fall in der Bougutasche liegen bleiben. Wenn die Kote zum trocknen in die Sonne gelegt werden, kann das Leder schnell brüchig werden und leicht reißen!

Sollten die Tenouchi doch mal verhärtet sein, so kann man die Kote einfach in lauwarmen Wasser mit einer das Leder schonenden Seife waschen. Anschließend die Kote wieder an einem gut belüfteten, schattigen Platz trocknen lassen und die Handinnenflächen abermals dehnen.

 

Der Men

Pflege Nach dem Kendo-Training solltest Du den Men innen trockenreiben und anschließend an einem luftigen, schattigen Ort trocknen lassen.

Wenn Dein Men nach einer Trainingspause mal ein wenig Staub angesetzt hat, dann klopfe ihn leicht aus oder nehme vielleicht tatsächlich einen kleinen Staubsauger, um den lockeren Schmutz zu entfernen.

Schweißränder können, auch wenn sie ja eher als Beweis für das intensive Training stehen, mit einem in Essigwasser getränkten Lappen oder Schwamm entfernt werden.

Danach muß der Men auf jeden Fall wieder ausreichend trocknen, mit einer Kleiderbürste kann er ein klein wenig nachbearbeitet werden.

Man sollte den Men regelmäßig auf seine Sicherheit überprüfen. Empfohlen wird einmal im Jahr, bei intensivem Gebrauch eher zweimal. Dazu kannst Du entweder zu einem Händler oder zu Deinem Trainer gehen. Bei Überprüfungen wird darauf geachtet, daß,

o die Streben der Mengane nicht locker sitzen
o die Streben um die Monomi nicht locker sind
o dass die Men-Buchi nicht beschädigt ist
o dass die Ledernähte nicht beschädigt oder gerissen sind
o daß die Kopfstütze im Men nicht locker sitzt. 

Es ist auch ratsam, den Men nach einigen Jahren des Gebrauchs auszutauschen, wobei bei unseren mitteleuropäischen Trainingsgewohnheiten im klassischen Kendo die Zeitspanne schon ein wenig länger gewählt werden kann ;-)

 

Der Do

Grundsätzlich ist der Kendo-Do in zwei Partien zu unterteilen: die Do-Mune und den Do-Dai. Die Do-Mune, also der Brustschild, wird aus Filz, dickem Tuch oder gepresster Wolle gefertigt, die zwischen zwei Lagen Leder eingebettet sind. Das Leder kann mit unterschiedlichsten Verzierungen bestickt sein und ist, abhängig von der Qualität, mit einer bis drei seitlichen Ziernähten versehen. Die beiden Lederschlaufen an der Mune heißen Mune-Chichikawa

Do-Dai: Es gibt einige verschiedene Typen von Do-Dai. Klassisch wird der Do aus Bambus gefertigt und mit Rind- oder Wasserbüffelleder überzogen. Günstigere Varianten sind entweder aus Glasfaser oder einfach Kunststoff hergestellt.
Die Bambusdo-Dai wer
den aus 43, 50 oder 60 einzelnen Streben gefertigt. Dabei wird der Bambus zusammengebunden und außen mit dem Leder bespannt. Anschließend werden beide Seiten, Außen- und Innenseite, lackiert. 

Traditionell werden die Do-Dai schwarz lackiert, inzwischen gibt es allerdings eine Vielzahl an Farben und Verzierungen für den Do.
Die vier Lederschlaufen an den Seiten des Do-Dai heißen Do-Chichikawa. (Leider sind die Bezeichnungen der Chichikawa auf dem Bild vertauscht... also nicht wundern!)
 

Pflege
Nach dem Kendo-Training solltest Du den Do gut ausreiben und damit den Schweiß entfernen. Anschließend den Do an einem gut belüfteten, schattigen Platz trocknen lassen. Wenn der Do schmutzig geworden ist, einfach abbürsten oder ein Tuch mit lauwarmen Wasser tränken, auswringen und damit abwischen.
Wenn Du einen Bambus-Do mit Lederbezug hast, wird sich der Do je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur verziehen können. Dann heißt es ebenfalls an einem gut belüfteten und schattigen Platz zum Trocknen aufstellen und eine Strebe in der benötigten Breite zwischen den beiden Kanten des Do einklemmen, um die Breite entweder zu halten oder wieder herzustellen.

 

Die Tare

Viel zu sagen gibt es über die Tare ja nicht gerade. Sie dient zum Schutz des Unterleibs vor abgleitenden oder fehlgeleiteten Schlägen. Die Benennung der einzelnen Partien der Tare kannst Du der Abbildung entnehmen.

Pflege
Nach dem Kendo-Training sollte die Tare zum Auslüften an einem schattigen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Bei dem Zusammenlegen der Tare muß darauf geachtet werden, daß die Tare-Himo glatt gezogen werden, um Falten zu verhindern. Sollten die Tare-Himo zu stark verkrumpelt sein, nimm ein Bügeleisen zu Hand und bügele die Falten aus. Denn liegen die Himo nicht glatt am Körper an, können sie zum einen zu Druckstellen führen, zum anderen besteht die Gefahr, daß sich die Himo an den Überlappungsstellen aufreiben. Sollte dies der Fall sein, lasse die Himo möglichst bald austauschen!

Ansonsten lohnt es sich, den Mae-Obi, die Odare und Kodare von Zeit zu Zeit m
it einer Kleiderbürste aufzubürsten. 


Achtung: Die Tare sollte nichtmehr genutzt werden, wenn:
o Die Himo aufgescheuert sind
o Die Himo eingerissen sind
o Die Ledernähte an Odare oder Kodare gerissen sind

 

 

 

 

 

 

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