Und welches ist nun das richtige Shinai für mich? Einfach wird es uns ja nicht gemacht. Nur selten hat man die Gelgenheit, aus einem großen Pool das Shinai herauszugreifen, daß am besten in der Hand liegt. Damit aber auch der Einkauf über den Onlineshop zum gewünschten Erfolg führt, hier ein paar Infos über die verschiedenen Shinaivarianten:
Dobari: Dobari-Shinai zeichnen sich durch die besondere Gewichtsverteilung aus. Der erste Knoten nach der Tsuka ist stark verdickt, damit wandert der Schwerpunkt des Shinai hin zur rechten Hand, an die Tsuba heran. Dadurch fühlt sich das Shinai leichter an, kleine Techniken sind schneller und einfacher auszuführen.
Koban: Der Querschnitt des Griffes eines Koban-Shinai ist oval. Diese ergonomische Grifform erleichtert der linken Hand die Kontrolle über das Shinai, es kann sich kaum noch in der Hand verdrehen. Üblicherweise ist bei Kobam-Shinais der Griff durchgehend oval, es gibt aber auch Varianten, bei denen nur der untere Teil oval, der obere Teil der Tsuka aber wieder rund ist. Diese Variante wird gerne für Katate-Techniken (Einhand-Techniken) eingesetzt.
Large-Grip: Nomen est omen. Der Griffdurchmesser dieser Kendo-Shinai ist größer als bei Standardshinais. Gerade für Menschen mit größeren Händen sind diese Shinai ideal, um Blasen in den Händen zu vermeiden. Schmalere Griffe lassen sich in einer großen Hand wesentlich schlechter halten, es bildet sich ein Hohlraum, in dem das Shinai reiben kann.
Koto Kata: Koto Kata-Shinai sind klassische japanische Shinai. Die Form des Shinai ist sehr schlank, der erste Knoten ist nicht sonderlich stark ausgeformt. Damit wandert der Schwerpunkt des Shinai weiter zur Mitte hin. Kosho-Shinai werden gerne von großen Menschen und für große Techniken verwendet.
Zum Abschluß kommt, was eigentlich gar nicht erwähnt werden müßte:
1. Kaufe nur Shinai, die den offiziellen Kendo-Standards entsprechen
2. Nehme kein Shinai, das Brüche in den Streben aufweist. Häufig entstehen beim Biegen während der Fertigung kleine Querrisse, die man erst bei dem ersten Zerlegen des Shinai entdeckt.
3. Nimm keine Shinai, die den Anschein machen, schon ewige Zeiten auf Halde zu liegen. Man weiß nicht genau, wie sie gelagert wurden und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß sie ausgetrocknet sind...
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